Das Blut der Unsterblichen

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Luzifer McCanly
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Anzahl der Beiträge : 12091
Anmeldedatum : 22.11.11

BeitragThema: Prolog   Sa Mai 26, 2018 7:51 pm

Prolog

Mein Name ist Luzifer Miller. Ich bin ein Einzelgänger, sonderbar, aber trotzdem wunderschön, jedenfalls behaupten das Andere immer wenn sie von mir reden.
Ich habe mich nie als besonders schön gesehen. Wenn ich mich im Spiegel betrachte, sehe ich nur ein trauriges Mädchen, was sich aus ihren blauen Augen ansieht und versucht zu verstehen wer sie wirklich ist. Bis auf meinen Namen Luzifer ist mir nichts aus meiner Vergangenheit geblieben. Den Nachnamen habe ich mir geben lassen, weil man diesen anscheinend in dieser Welt braucht.
Ich habe mir nie Gedanken darüber gemacht wie ich aussehe, oder wie ich auf andere wirke. Ich wollte immer nur überleben, egal wie.
Immer wieder tauchen Fetzen aus meiner Vergangenheit vor meinen Augen auf.
Wie über Bord geworfene Teile die irgendwann wieder durch die Wasseroberfläche brechen und an den Strand gespült werden. Jedes Mal aufs Neue trifft mich dieser Moment wie ein Pfeil in meiner Brust der von einem unbekannten Schützen abgefeuert wurde. Es raubt mir den Atem und jeglichen Sinn für die Realität.
Meistens sind es Situationen, Gesichter oder Gefühle die mir den Boden unter den Füßen wegziehen.
Trotzdem ich nur Bruchstücke zur Verfügung habe und nicht mal selber weiß wer oder was ich genau bin spüre ich tief in mir, dass ich nie Eltern hatte. Ich wurde nicht gezeugt sondern erschaffen. Es ist eine tief empfundene Gewissheit die mich nicht loslässt, wider jeder Vernunft.
Welche liebende Mutter würde ihrem Kind auch den Namen des Teufels geben? Sicherlich stellt sich die Frage wieso ist diesen Namen behalten habe, wenn er doch eine so scheußliche und grausame Bedeutung hat. Die Wahrheit ist, dass mir dieser Name den einzigen Halt gibt. Er ist das Puzzle-Teil das ich die ganze Zeit bei mir hatte. Ich weiß zwar nicht was genau er für mich bedeutet, oder wie er mir helfen könnte auf der Suche nach mir selbst, aber er ist ein Teil von mir und das sollte er auch bleiben. Der Zeitpunkt an dem ich mich nicht mehr erinnere ist genauso verschwommen wie alles andere. Es ist als würde ich schon immer im Hier und Jetzt leben. Das ist auch der Grund wieso ich den Rest der Welt auf Abstand halte. Ich versuche mich von anderen abzuschirmen, ohne sie zu existieren und zu überleben. Bisher ist mir das sehr gut gelungen, außer bei Lucas.

Luke.

Wenn ich bei ihm bin fühle ich mich unbeholfen, aber ohne das es mir etwas ausmachen würde. In diesen Momenten fühle ich mich weniger schwach und nicht mehr so verloren. Ich fühle etwas fernab von meinem üblichen Gefühlschaos. Was genau kann ich nicht definieren. Es ist verwirrend. Bevor er in mein Leben trat hatte ich allein bei dem Gedanken jemand emotional näher zu kommen Panikattacken, aber bei hm fühlt sich alles so selbstverständlich an, obwohl es mir auch Angst macht. Er ist der einzige Mensch bei dem ich so etwas wie Nähe zulassen kann, ohne das Gefühl zu haben die Kontrolle zu verlieren.
Lange wusste ich nicht wie ich all meine Gefühle ihm gegenüber einordnen soll aber mitteile weiß ich es. Ich liebe ihn. Auf meine eigene verquere Weise. Er ist das einzige was ich an Familie habe. Manchmal bin ich mir nicht sicher, ob er weiß wie viel er mir tatsächlich bedeutet. Er ist das Bindeglied zwischen mir und der realen Welt. Ohne ihn würde ich wahrscheinlich immer noch in der Vergangenheit festsitzen, eine Vergangenheit die es für mich nicht zu geben scheint.
Er ist immer für mich da und akzeptiert mich so wie ich bin. Ich habe sogar das Gefühl, dass er mich ein stückweit versteht, so gut wie er eben kann wenn ich mich wieder einmal verloren fühle und mich nicht mehr kontrollieren kann.
Es gibt eine Erinnerung die immer wiederkehrt, ohne das sie sich verändert.
Lucas sagt, wenn dies passiert erstarre ich und bin nicht mehr ansprechbar. Ich starre einfach nur in eine Richtung, während sich meine Hände zu Fäusten ballen bis meine Knöchel weiß hervortreten und sich meine Augen mit Tränen füllen.
Wenn ich im nachhinein an diese Szenerie zurückdenke verstehe ich nie was mich derart aufwühlt.

Es ist immer der selbe karge Raum. Von den Wänden bröckelt der Putz und von der Decke flackern grelle Neonröhren die den gesamten Raum in ein blassblaues Licht tauchen. Mehrere Betten stehen dicht an dicht aufgereiht da, sodass der ganze Raum damit gefüllt ist. Auf ihnen sitzen Kinder, blass und reglos. Ihre nackten Beine baumeln vom Bettrand, berühren jedoch nicht den Boden. Sie wirken kraftlos und ohne Hoffnung. Ich bin eines der Kinder.

Dies scheint der einzige Ausschnitt meiner Kindheit zu sein der mein Gehirn mir zu offenbaren vermag. Ein Heim, oder eine Art Gefängnis? Wenn es da überhaupt einen Unterschied geben sollte. Mein Herz krampft sich zusammen wenn ich an all die Kinder und mich denke, die dort zu sitzen scheinen, ohne zu wissen was mit ihnen in Zukunft passieren wird. Oder vielleicht wissen sie es doch?
Diese Gedanken rauben mir Nacht für Nacht den Schlaf. Was ist dort nur passiert?
Auf diese Frage werde ich wahrscheinlich nie eine Antwort kriegen, genauso wie auf die Frage, wer ich wirklich bin.
Mittlerweile versuche ich mich dazu zu zwingen nicht mehr so viel über all das nachzudenken. Es führt mich eh nur immer und immer wieder in eine Sackgasse und ich sollte mich lieber auf die Probleme im Hier und Jetzt konzentrieren.
Es gibt einen Teil in meinem Leben den ich bewusst durchlebt und bewusst als ich selber geführt habe. Dieser Teil ist sehr dunkel und hat mich noch mehr abstumpfen und noch misstrauischer werden lassen. Selbst Lucas hat davon keine Ahnung.
Es ist schwer zu erklären was ich in meinem kurzen Leben gesehen und erlebt habe.
Ein normaler Mensch wäre daran schon längst zerbrochen und auch ich stehe oft kurz davor.
Manchmal glaube ich, dass ich ohne die Instinkte und die diversen körperlichen Vorteile die das Lykanthroendasein mit sich bringt, schon längst tot wäre.
Ich versuche meine Verletzlichkeit hinter einer Mauer von gespielter Selbstsicherheit zu verbergen, was bisher immer gut geklappt hat. Ich komme durchs Leben und halte mich über Wasser. Darauf kommt es doch an, oder?
Zur Zeit arbeite ich in einem Pub, in einer kleinen Stadt in England. Mir gefällt es hier. Sie ist unscheinbar und jeder hier kümmert sich um seinen eigenen Kram. Es werden kaum Fragen gestellt. Perfekt für jemanden wie mich.
Hier habe ich zum ersten Mal das Gefühl ein normales Leben führen zu können. Bevor ich hier her kam habe ich mich immer gehetzt gefühlt und beobachtet. Ich habe davor eine Zeit lang in London gewohnt. Das Leben dort schien mir erst gut zu tun, bis ich bemerkte, dass eine Stadt voller neugieriger Menschen für mich nicht unbedingt die beste Lösung war. Jeder wollte wissen wer du bist und was deine Geschichte ist. Für jemanden ohne Geschichte war dies nur schwer auszuhalten.
Die Kleinstadt jedoch bot mir dann schlussendlich eine überraschende Anonymität die ich lange gesucht hatte. Hier wirst du als Neuankömmling eher ignoriert und gemieden. Die Menschen hier kennen sich schon über Generationen hinweg also war es für außenstehende entsprechend schwer Anschluss zu finden. Perfekt für mich, für die die Einsamkeit ein guter Freund geworden ist.
Lucas war der Einzige gewesen der an mir Interesse gezeigt hat. Ich habe bis heute nicht verstanden wieso. Mittlerweile habe ich es für mich einfach damit abgetan, dass er mich einfach attraktiv gefunden haben muss.
Bis jetzt konnte ich mit Hilfe meines Aussehens so einige Probleme überwinden die sich mir auf meinen Weg eröffnet hatten. Es ist eine Art Waffe geworden in einer Welt die noch immer von Männer dominiert wird. Man kann sich gar nicht vorstellen wie beeinflussbar Männer werden, wenn vor ihnen eine ansehnliche Frau steht und mit den Wimpern klimpert.
Ja, ich versuche so wenig Kontakt wie möglich mit meinen Mitmenschen zu haben, aber manchmal lässt es sich einfach nicht vermeiden. Auch wenn ich genau weiß wie ich meine Reize einzusetzen habe, weiß ich auch wie gefährlich das sein kann.
Im Spiegel sehe ich nicht die anmutige, schöne Frau mit dem dunkel gewellten Haar, die alle Männer in mir zu sehen scheinen, sondern ein Mädchen mit rundlichem Gesicht und vollen, fast zu groß wirkenden Lippen über die nur selten ein ehrliches Lächeln huscht. Ich sehe in mir dieses verletzliche Kind was auf seinem Bett sitzt und darauf wartet gerettet zu werden.
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