Das Blut der Unsterblichen

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 Kapitel 43 - Benommen

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Luzifer McCanly
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BeitragThema: Kapitel 43 - Benommen   Mo Dez 24, 2012 2:59 pm

Kapitel 43 - Benommen

Ich liege auf dem Bett und starre zur Decke. Noch immer sind meine Haare etwas feucht, doch das stört mich nicht. Ich denke nach, über unsere Situation und was wir als nächstes machen könnten. Raze sitzt auf dem Boden, mit einem Rucksack voll Waffen und sortiert sie gedankenverloren. »Denkst du sie werden und hier finden? « Meine Stimme ist leise und nachdenklich. Was machen wir wenn sie uns wirklich finden? Wo können wir dann hin? Und würden wir das denn auch ein weiteres mal überleben? Ich hebe leicht den Kopf uns sehe zu ihm rüber. Er hat sich zu mir gewannt und sieht mich an. »Irgendwann bestimmt. « Er wendet sich wieder seinen Waffen zu, nimmt eine, steckt das Magazin rein und legt sie wieder zur Seite. Die Szene hat etwas beunruhigendes an sich, als wenn wir in den Krieg ziehen würden. »Und was machen wir wenn es soweit ist? « Leicht zuckt er mit den Schultern. »Ich weiß es nicht. « Seine Geste hat etwas unbeschwertes an sich, aber können wir uns das leisten? Schließlich werden wir verfolgt und keiner kann sagen wann wir das nächste mal angegriffen werden, vielleicht sogar dabei sterben. Ein beunruhigendes Gefühl steigt in mir auf. »Ich will dich ja nicht entmutigen, aber beim ersten mal wären wir beinahe drauf gegangen und letztes mal ist es ganz aus dem Ruder gelaufen. Ich will nicht wissen wie es nächstes mal wird. « Ich sehe wie er die Stirn runzelt. »Ja, das könnte zum Problem werden. «, gibt er mir recht. Einen Moment denkt er nach und setzt dann wieder an. »Aber nächstes mal sind wie schlauer. Keine Fragen, kein Gespräch. « Er nimmt wieder einer seiner Waffen und zielt mit ihr auf einen unbestimmten Punkt und tut so , als wenn er schießen würde. »Gleich ansetzt und Headshort. « Geschockt sehe ich ihn an. »Und was ist, wenn sich dann herausstellt das es einfach nur irgendjemand war? « Er kann doch nicht einfach willkürlich auf irgendwelche Menschen schießen, nur aus dem Verdacht heraus, das sie uns umbringen wollen. Raze rollt mit den Augen und sieht mich an. »Ich kann einen Jäger von einem Zivilisten unterscheiden. « Ich ziehe eine Augenbraue hoch und sehe ihn nachdenklich an. »Ach meinst du ja? Mit den passenden Klamotten würde selbst ich aussehen wie ein Jäger. « An seinem Blick, der immer noch auf mich gerichtet ist, erkenne ich, dass er versucht sich das vor zu stellen. Dann schüttelt er den Kopf. »Es würde nicht zu dir passen. « Aber er lässt nach und sagt dazu. »Aber du hast recht, dann ist er eben tot, sobald er eine Knarre zieht. « Ich schmunzle leicht, immer noch darauf konzentriert was er als erstes gesagt hat. Herauszufordern sehe ich ihn an. »Du meinst also wirklich ich würde in Jägerklamotten nicht gut aussehen? « Raze lächelt mich frech an. »Na ja in kurzen Kleidern gefällst du mir besser. « Ich nehme ein Kissen und werde es an seinen Kopf. »«
»Du notgeiler Bock! « Er legt das Kissen beiseite, sieht mich an und lacht. »Immerhin lasse ich dir das Kleid. Aber jetzt im Ernst, die Sachen würden dir irgendwie nicht stehen. « Ich rolle mit den Augen, meine es aber nicht ernst. »So das reicht, in nächster Zeit gibt es nur noch Hosen. « Ich lege mich wieder hin und sehe an die Decke. Auf das andere gehe ich gar nicht mehr ein. »Hosen bringen deinen Hintern besser zur Geltung. «, murmelt er leise, ohne mich an zu sehen. Verwirrt hebe ich den Kopf und sehe wieder zu ihm rüber. »Willst du, das ich nur noch im Ganzkörperkondom herum renne? « Lächelnd sieht er mich an. »Ja. Teilweise schon. « Herausfordernd sehe ich ihn an. »Kannst du haben. « Ich stehe auf, gehe zu meinem Koffer und beginne darin herum zu wühlen. Raze sieht mir nach, ohne mich auch nur eine Sekunde aus den Augen zu lassen. Endlich finde ich das wonach ich gesucht habe, ziehe es heraus und verschwinde im Bad. »Bin gleich wieder da. «, zwinkere ich ihm zu und mache die Tür hinter mir zu. In der Hand halte ich meinen Ganzkörperpyjama, den ich nun anziehe. Als ich mich in dem Spiegel betrachte bemerke ich, das ich wie ein großer, sexy, Teletubbie aussehe. Ich setze mir noch die Kapuze auf und marschiere wieder raus. Draußen angekommen werfe ich mich in Pose und grinse Raze an, der noch immer auf dem Boden bei seinen Waffen sitzt. »Und? « Ich sehe ihn neugierig an, gespannt auf seine Meinung. Er mustert mich und schüttelt den Kopf. »Immer noch heiß. « Enttäuscht lasse ich die Schultern hängen und ziehe einen Flunsch.
»Verdammt. « Ich werfe mich hinter mich aufs Bett und verschränke die Arme unter dem Kopf. »Du findest wahrscheinlich auch Bibi Blocksberg erotisch, oder? « Er lacht leicht. »Nein, so pervers bin ich nun auch wieder nicht, aber die Teletubbies hatten schon immer etwas an sich. « Geschockt sehe ich zu ihm, lache dann aber auch. »Jetzt weiß ich auch an wen du gedacht hast, als du mit mir geschlafen hast. Das erklärt auch warum du so gut warst. « Fragend und gleichzeitig amüsiert sieht er mich an.
»Und an wen habe ich deiner Meinung nach gedacht? «
»Na ja, ich hoffe das es wenigstens Po, oder Lala waren, sonst fange ich an mir wirklich extrem Sorgen zu machen. « Ich wische mit eine Lachträne aus dem Gesicht. Wann habe ich das letzte mal so gelacht? Es kommt mir wie Jahre vor. »Falsch. «, lacht er. »Es war Benjamin Blümchen. « Abrupt höre ich auf zu lachen. »Du schläfst mir mir und denkst an einen Elefanten? Als das ist wirklich gemein. « Gespielt bockig verschränke ich die Arme vor der Brust und sehe ihn schmollend an. Raze steht auf und krabbelt zu mir ins Bett, um sich über mich zu stützen und mich zu Küssen. »Du weißt schon , Penisneid halt. «, sagt er leise an meinen Lippen. Ich wende meinen Kopf an. »Nein, jetzt hast du verschissen. « Er zuckt mit den Schultern und rollt sich von mir weg und steht wieder auf um die Waffen weg zu räumen. Ich setze mich auf und sehe ihm enttäuscht zu. »Du lässt ja schnell nach. « Er setzt sich wieder neben mich, nimmt sich eine Zeitung die auf dem Nachtisch neben dem Bett liegt und schlägt sie auf. »Das mache ich nur um nach zu denken wie ich weiter vorgehe. « Zufrieden grinse ich ihn an. »Na dann werde ich dich mal nicht weiter stören. « Ebenfalls nehme ich mir eine Zeitung und lese mir einen willkürlichen Artikel durch. Wir sitzen eine Weile schweigend nebeneinander und lesen unsere Zeitung, bis Raze auf einmal etwas sagt. »Ich war es nicht. « Verwirrt sehe ich ihn an. »Was warst du nicht? « Er wedelt leicht mit der Zeitung. Er sieht mich aus einer Mischung aus Erleichterung und Traurigkeit an. »Ich habe meine Mom nicht umgebracht. Der Wolf der es war wurde am nächsten morgen nahe der Leichenteile schlafend mit Blut beschmiert und nackt gefunden. « Er sieht wieder auf den Artikel. »Sie gehen davon aus der er ein perverser Irrer ist. Er bekommt fünfundzwanzig bis dreißig Jahre für den grausamen Mord. « Ich lege den Kopf leicht schief und lächle. Ich lege die Zeitung neben mich und ziehe ihn in meine Arme. »Ich habe dir doch gesagt das du es nicht warst. « Ich bin unglaublich erleichtert. Was wäre nur gewesen wenn er es doch gewesen wäre? Ich will es gar nicht wissen. Raze drückt mich. »Ja, du hattest recht. Ich sollte in Zukunft öfters auf dich hören. « Leise lache ich. »Ich erinnere dich daran. « Vorsichtig löse ich mich aus seiner Umarmung und sehe ihm in die Augen. »Geht es dir gut? «, frage ich besorgt, woraufhin er leicht nickt. »Auf jeden Fall besser. « Ich nehme sein Gesicht in die Hände und küsse ihn sanft. »Wir kriegen schon raus was mit dir nicht stimmt. « Zuversichtlich sehe ich ihn an. »Hoffentlich bald. «, erwidert er leidend. »Bestimmt. « Er lässt leicht den Kopf hängen und sieht dann wieder zu mir auf. Sein Blick hat sich verändert. Er wirkt nachdenklich und schrecklich ernst. Ernster als so schon. »Falls wir es nicht rauskriegen sollten und ich nicht mehr dagegen ankämpfen kann, dann tu uns beiden bitte den Gefallen und... « Er bricht ab und deutet auf den Rucksack mit den Waffen. Er lässt den Satz unbeendet und sieht mich einfach nur an. Abwehrend hebe ich dich Hand. Das kann doch nicht sein ernst sein, er kann doch nicht von mir erwarten das ich ihn umbringe. »Ich will nicht darüber reden. « Er nimmt meine erhobene Hand und sieht mir fest in die Augen. »Versprich es mir. « Ich ziehe meine Hand weg und sehe ihn bestimmt an. »Nein, Raze. Das kannst du nicht von mir verlangen und das weißt du. Wir kriegen das hin, alles wird wieder gut. « Raze sieht mich mit einem verzweifelten Blick an. »Und was wenn nicht? Was wenn es schon zu spät ist? « Er sieht mir tief in die Augen, lässt einfach nicht locker. »Nein. «, sage ich ein weiteres mal, fast hysterisch.
»Es ist nicht zu spät, wir kriegen das wieder hin. «
»Wenn du mir ein Silbermesser übers Gesicht ziehen kannst, dann kannst du auch mit einer Waffe auf mich schießen. « Seinem Blick sehe ich an, das er unsicher ist und trotzdem bin ich geschockt. Wirft er mir das jetzt vor? Das war Notwehr und es tut mir mehr als nur leid. »Hör auf Raze, hör einfach nur auf. «, zische ich, stehe auf und stürme aus dem Zimmer. Wie kann er so was nur sagen, oder von mir verlangen? Denke ich aufgebracht, als ich den Gang entlang stürme. Wo will ich eigentlich hin? Ich durchforste mein Hirn nach einem geeigneten Ort für mich und steuere das Erste an was mir in den Sinn kommt.
Die Hotelbar ist nicht voll, um nicht zu sagen leer. Der einzige Mensch der anwesend ist, ist der Barkeeper. Ich schwinge mich zu ihm an die Theke und bestelle mir Wodka. Noch immer habe ich den Strampler an, weswegen mich der junge Mann auch skeptisch ansieht, mir dann aber doch das gibt was ich möchte. Was er wohl denkt? Vielleicht das ich eine Irre bin die aus der Klinik geflüchtet ist? Ich lache in Gedanken. So falsch wäre es nicht. Ich nippe an meinem Glas. Es dauert nicht lange, bis ich Raze wahrnehme der hinter mir den Raum betritt. Ich habe damit gerechnet das er mir nachgelaufen kommt, bin aber nicht sonderlich scharf darauf. Ich bin wütend, verdammt wütend und das weiß er auch. Er setzt sich mit hängendem Kopf und reumütigem Blick neben mich und sieht mich an. »Es tut mir leid. « Ich sehe ihn nicht an. Er darf ruhig merken das ich sauer bin. Vorsichtig fahre ich mit meinem Finger den Rand meines Glases lang.
»Würdest du es denn tun wenn es um mich ginge? « Ich kenne die Antwort schon, möchte sie aber trotzdem aus seinem Mund hören. »Nein. Das könnte ich nie. « Ich höre wie er sich ebenfalls was hochprozentiges bestellt. Das macht mir sorgen, unternehme aber nichts dagegen. Ich habe keine Kraft mehr um ihn zu maßregeln und davon abgesehen ist er erwachsen. Er kann tun und lassen was er will. Endlich sehe ich ihn an. Mein Blick ist ernst. »Dann verlange so etwas nie wieder von mir, verstanden? « Mein Ton lässt kein Nein zu. Es ist nicht wirklich eine Frage die ihn vor die Wahl stellt. Er hat Ja zu sagen, ob er will oder nicht. Mit einem Zug trinke ich mein Glas aus und lasse es dann mit einem lauten Knall wieder auf die Theke krachen. Traurig sieht er mich an, anscheinend nicht bereit nach zu lassen. »Wenn es soweit ist, bin ich nicht mehr ich. Ich will nur nicht das dir etwas passiert, nur weil ich nicht stark genug war, aber okay. Ich verliere kein Wort mehr darüber. « Er trinkt seinen Absinth leer und wendet sich an den Barkeeper. »Für beide noch mal das gleiche. « Mir wird ein weiteres Glas Wodka hingestellt, was ich in einem Zug runter kippe, genau so wie Raze der sich gleich noch ein Glas bestellt. Was solls? Es ist doch eh alles verloren. Wieso also nicht saufen? Auch ich bestelle mir noch mehr. Wir sitzen eine ganze Weile so da. Der Alkohol steigt mir langsam zu Kopf und auch Raze kann sich kaum noch auf dem Hocker halten. Wackelig steht er auf und nimmt dem Barkeeper noch zwei Flaschen Absinth ab, bevor er sich taumelnd auf den Weg aufs Zimmer macht. Ich bleibe sitzen, teils weil ich nicht wirklich registriere das er geht, teils weil ich einfach nicht dazu in der Lage bin. Irgendwann kommt dann der Punkt, an dem mir der nette Mann an der Bar keinen Nachschub geben will. Ich versuche zu diskutieren, jedoch ohne Erfolg. Verärgert hieve ich mich hoch und wanke benebelt auf mein Zimmer. Laute laufen an mir vorbei und sehen mich besorgt an. Einige fragen ob sie mir helfen könne, doch ich schnauze sie nur unfreundlich an. Was geht es denen an wie es mir geht? Die sollen sich um ihren eigenen Dreck kümmern. Nach einer gefühlten Ewigkeit komme ich endlich an der Zimmertür an. Ungeschickt krame ich meinen Schlüssel hervor und versuche ihn vergeblich ins Schlüsselloch zu kriegen. Frustriert schmeiße ich ihn auf den Boden. Ich klopfe gegen das Holz und hoffe das Raze mir auf macht, aber wie groß ist schon die Wahrscheinlichkeit? Er hat ebenfalls viel getrunken und liegt wahrscheinlich in irgendeiner Ecke und rührt sich nicht. Schneller als gedacht wird mir die Tür geöffnet, jedoch nicht von Raze, sondern von einer Frau mit dunklen Haaren und einem grimmigen Gesicht. Sie sieht nicht schlecht aus, bemerke ich in meinem Suff. Ihre haut hat eine natürliche Bräune und ihre Augen haben die Farbe von Schlamm, aber schönem Schlamm. Ich kichere. »Was wollen sie? «, faucht sie mich an. Ich kneife dir Augen zusammen und sehe sie an. »Du bist nicht Raze. «, erwidere ich besonders geistreich, hebe dann aber einen Finger. »Aber hey, ein Vampir. « Ich merke es an ihrer Körperhaltung, ihrem Gesuch und ihrer Aura. Ich mag zwar betrunken sein, aber das wichtigste entgeht mir doch nicht. Die Laune von der Vampiren bessert sich nicht grade durch mein Auftreten. »Das wäre auch sehr bedenklich wenn ich auf ein mal ein Mann wäre. Wer ist verdammt noch mal Raze? Was willst du hier? Zieh Leine!« Ich nehme ihre unfreundliche Art gar nicht wahr, im Gegenteil ich empfinde sie für merkwürdig angenehm. Laut denke ich über ihre Fragen nach. »Ich glaube er ist mein Freund.« ich schiebe mich ohne zu fragen an ihr vorbei in ihr Zimmer. Erst jetzt bemerke ich wirklich das das nicht mein Zimmer ist, aber das stört mich im Moment wenig. »Ich meine, ich habe mit ihm geschlafen, da muss er doch mein Freund sein, oder? «, quassle ich weiter drauf los. Mit Schwung drehe ich mich zu der Vampirin um, verliere dabei aber die Balance und falle auf den Hintern. Einen Moment sehe ich sie geschockt an, breche dann aber in lautes Gelächter aus. Meine Stimme hallt immer wieder in meinem Kopf nach, wie ein Echo. Ich bleibe auf dem Boden sitzen, ohne mich ein zu kriegen. Fragend sieht sie mich an und mustert mich von oben bis unten. Mich, in meinem Ganzkörperanzug. . »Er hat mit Po gepennt? «, fragt sie ungläubig und schüttelt den Kopf. »Ich habe mit einigen Leuten gefickt, war aber nur mit Zweien von denen zusammen, also hat das nichts zu heißen. « Sie geht zu mir, packt mich unter den Armen, zieht mich hoch und stößt mich zur Tür. »Und jetzt verschwinde. « Ich drehe mich zu ihr um und schmolle. Ihr Kommentar über meinen Aufzug hat mich verletzt, wenn auch nur leicht. Ich denke nicht daran zu gehen und sehe sie an. »Unter dem Teil sehe ich echt heiß aus. «, entgegne ich lallend und zupfe an dem Stoff herum. Meine Gedanken schnellen wieder zum eigentlichen Thema zurück, was mich weiter reden lässt. »Meinst du wirklich? Er meinte er liebt mich und ich liebe ihn auch. « In meinem Kopf herrscht Chaos. Ich nehme gar nicht mehr wahr was ich sage und nicht sage. Genervt stöhnt die Fremde auf. »Man keine Ahnung, ich kenne den Kerl nicht. « Sie wird immer gereizter, was ich aber nicht mitkriege. Meine Überlebensinstinkte sind gleich Null. Sie schiebt mich zur Tür, will mich los werden. Ich sehe über die Schulter zu ihr nach hinten. »ich weiß nicht wo mein Zimmer ist. « Endlich hat sie es geschafft mich über die Türschwelle zu befördern, sieht mich aber weiterhin genervt an. »Welche Zimmernummer hast du? « Ich drehe mich um und sehe sie an wie ein Auto. So schnell wie ich kann durchforste ich mein Hirn nach Informationen, bekomme aber nichts hilfreiches heraus. Langsam fängt man Kopf an zu brummen, wahrscheinlich weil der Alkohol langsam nachlässt zu wirken. »Keine Ahnung. Ich glaube ich habe zu viel getrunken. « Selbsterkenntnis ist der erste Schritt zur Heilung. Genervt verdreht sie die Augen. »Auf welchen Namen läuft das Zimmer? « Wieder überlege ist, kriege aber nur Heiße Luft raus. »Verdammt, ich habe vergessen wie er mit Nachnamen heißt. Vielleicht Carry? Nein. McDonalds? Nein. Candy? Auch nicht. «
»Das kann doch wohl nicht wahr sein. «, schreit sie mich an. »Hast du wenigstens einen Zimmerschlüssel. « Ich sehe sie mit großen Augen an, greife dann aber in meine Hosentasche und ziehe den Schlüssel hervor und halte ihn ihr unter die Nase, ohne ihn an zu gucken. Die Vampirin läuft rot an. »Zimmerschlüssen, nix Wohnungsschlüssel. Z I M M E R S C H L Ü S S E L. «, erklärt sie für Doofe. Verdattert über ihren Ausbruch sehe ich auf meine Hand und erkenne das das in meiner Hand wirklich mein Hausschlüssel ist. Selbst wenn ich vor der richtigen Tür gestanden hätte, hätte ich sie damit nie aufkriegen können. Erneut wühle ich in meinen Taschen, finde aber nichts weiter. Deprimiert sehe ich zu ihr hoch. »Ich glaube Raze hat den. «, jammere ich. Mit einem Mal bin ich wieder ganz woanders und kriege einen Quasselflash. »Weißt du, ich hab es momentan echt nicht leicht. Ich habe massig Jäger die mir am Arsch kleben, mein vielleicht Freund will das ich ihn umbringe und dann bezeichnet er mich auch noch als Elefant. Und verdammt, das scheiß Silber ist immer noch in meinem Blut. Das ist wahrscheinlich der Grund warum ich noch so besoffen bin! « Die erste richtige Erkenntnis des Abends. Ich würde lügen wenn ich sagen würde das ich nicht stolz auf mich wäre. Ohne das ich es kommen gesehen hätte kriege ich eine geklatscht. »Der Mist interessiert mich nicht. Willst du wissen wie es mir geht? Ich habe das Gefühl vor Hunger zu sterben und dann steht auch noch eine Irre vor mir. «, werde ich angeschrien. Erschrocken halte ich mit die Wange, spüre aber keinen Schmerz. Trotzdem höre ich nicht auf weiter zu reden. Eigentlich habe ich ihren Ausbruch gar nicht wirklich mitbekommen, oder es interessiert mich einfach nicht. Eins von Beidem wird es schon sein. »Hey, ich versteh dich. Na ja, okay. Ich habe grade getrunken, aber davor… Boa! «
Wild fuchtle ich mit den Armen herum, um das alles noch zu unterstreichen. »Aber hey, ich habe in meinem Zimmer noch Blutkonserven. « Ich überlege einen Moment und sehe sie dann niedergeschlagen an. »Dann haben wir aber wieder das Problem, das ich nicht weiß wo mein Zimmer ist. « Sie sieht mir tief in die Augen. Selbst in meinem Zustand merke ich die Wildheit darin, das Monster was heraus will, das Monster was ich nie sein will. »Blutkonserven sind nicht mein Problem, ich habe einen ganzen Kühlschrank voll. Ich will nur wieder etwas frisches. « Ohne nach zu denken antworte ich hier. »Der Barkeeper sieht ganz schnuckelig aus, probiere es doch mal bei dem. « Ich denke nicht über die Konsequenzen nach die das mit sich ziehen könnte. Vielleicht den Tod. Vielleicht aber auch schlimmeres. Allmählich merke ich wie meine Lider immer wieder zufallen. Ich bin müde, war es die ganze Zeit schon, habe es aber nicht bemerkt. Die Wirkung vom Alkohol scheint wirklich langsam nach zu lassen. Laut seufzt sie auf, ob nun wegen mir oder ihrer Situation weiß ich nicht. »Mein Freund würde das nicht gut finden. « Sie schüttelt den Kopf, als wenn sie sich fragen würde, warum sie mir das überhaupt erzählt. Ohne noch etwas zu sagen packt sie meinen Ellenbogen und zieht mich mit sich, den Gang entlang. Immer wieder zieht sie mich zu einer Tür und klopft an um dann wieder raus zu finden das es die Falsche war. Ich texte sie mit allen möglichen Sachen voll, an die ich mich im nächsten Moment schon nicht mehr erinnern kann. Schließlich kommen wir an der letzten Tür des Ganges an. Sie klopft an. Wir warten eine ganze Weile. »Weißt du, du bist echt nett. «, höre ich mich sagen. Sie sieht mich vernichtend an. »Sag das noch ein mal und du bist tot. « In dem Moment wird die Tür aufgemacht und ein ziemlich betrunkener Raze steht in der Tür. Er hat eine Flasche in der Hand, in der nicht grade Saft drinnen ist. Ich lächle Raze an, glücklich ihn endlich gefunden zu haben. »Hey ich habe eine Freundin gefunden. « Ich deute auf die Vampirin. »Raze, das ist Freundin. Freundin, das ist Raze. « Dann deute ich auf Raze und sehe die Vampirin an. Ich beuge mich etwas zu ihr rüber und zische ihr ins Ohr. »Er ist betrunken. « Das würde ein Blinder erkennen, nur einer Betrunkenen fällt es etwas schwer. »Ich bin nicht deine Freundin und natürlich ist er besoffen, er säuft Absinth. «, kriege ich nur zu hören, dann wendet sie sich an Raze und schubst mich ins Zimmer. »Pass in Zukunft besser auf dein Teletubbie auf. « Raze mustert erst mich stirnrunzeld und dann sie. Im nächsten Moment kippt er nach hinten und bleibt bewusstlos liegen. Ich sehe emotionslos zu ihm runter und ignoriere damit das Herumgekeife von der Vampirin. Fragend sehe ich wieder zu ihr auf. »Wollen wir wieder zu dir? Wir könnten ja kuscheln. « Sie stöhnt genervt, antwortet aber nicht darauf. Wütend kommt sie rein. Hebt Raze hoch und packt ihn aufs Bett. Unsanft packt sie mich am Arm und drückt mich neben ihm aufs Bett. »Geh schlafen und lass mich in Ruhe. « Ehe ich ihr antworten kann ist sie auch schon verschwunden. Und ab diesen Moment an kann ich mich an nichts mehr erinnern.
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