Das Blut der Unsterblichen

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 Kapitel 22 – Albträume

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AutorNachricht
Luzifer McCanly
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Anzahl der Beiträge : 12091
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BeitragThema: Kapitel 22 – Albträume    Sa Nov 24, 2012 11:46 am

Kapitel 22 – Albträume

Enge Räume.
Wieder dieser bekannte Keller.
Ein Mädchen.
Es Weint.
Eine bekannte Gestalt taucht vor ihr auf.
Ein widerliches Grinsen.
Er öffnet seine Hose…

Mit einem lauten Schrei fahre ich hoch. Ich sitze aufrecht auf dem Sofa und starre in die Finsternis. Meine Brust hebt und senkt sich stark, mein Herz rast. Ich grabe meine Nägel in die Polster, ohne es wirklich zu merken. Ich bin wie erstarrt, starre nur in eine Richtung und atme stoßweise.
Ein Traum. Es war nur ein Traum, versuche ich mir immer wieder ein zu reden. Es ist vorbei. Ich bin in Sicherheit. In Sicherheit. Ich wiederhole es wie ein Mantra. Immer wieder.
Ich weiß nicht wie lange ich so dasitze. Es kommt mir wie Stunden vor, doch als ich Lucas höre, weiß ich, dass es nur Sekunden gewesen sein können. »Was ist los? « Er kniet vor mir. Die ganze Zeit muss er neben mir auf dem Sofa geschlafen haben. Ohne dass ich es mitbekommen habe, ist er zu mir gekommen und sieht mich nun besorgt an. Noch immer starre ich an ihm vorbei in die Leere. Mein ganzer Körper zittert, ohne dass ich es kontrollieren kann. »Sie fangen wieder an. «, wispere ich, wobei ich mir noch nicht mal sicher bin, ob er mich wirklich versteht. Anhand seiner Reaktion weiß ich, dass er es tut. Er steht auf, setzt sich neben mich und zieht mich in seine Arme. »Aber wieso? Ich dachte es wäre vorbei nach dem … du weißt schon. «, höre ich ihn sagen und kann seine Frage sehr gut nachvollziehen, denn genau das ist es, das ich mich auch frage. Wieso? Nach all dem was mit Aiden war, dachte ich, dass es nun endlich vorbei ist. Das ich neu anfangen könnte. Das ich normal sein könnte. Aber wieder mal macht mir meine Vergangenheit einen Strich durch die Rechnung. Ich drücke mich an ihn und fange, ohne dass ich es kontrollieren kann, an zu weinen.
»Ich weiß es nicht. « Er fängt an mich langsam hin und her zu wiegen, was mich etwas beruhigt.
»Es wird alles wieder gut. « Und genau das ist es. Es wird nicht wieder gut. Es war nie gut und es wird nie gut sein. Das ist der Fluch der auf mir lastet. Ich werde nie glücklich sein.
Meine Gefühle überrennen mich und ich fange laut an zu schluchzen: »Ich will das nicht, ich will nicht wieder einen Schritt zurück machen. « Mein Herz zieht sich schmerzlich zusammen. »Es tut so weh. « Abrupt hört er auf sich zu bewegen. »Was war der Auslöser? «
»Ich weiß es nicht… ich wünschte ich wüsste es. « Immer wieder schüttle ich den Kopf. Die Bilder schießen mir immer wieder durch den Kopf. Er. Der Keller. Das Grinsen. Ich kriege am ganzen Körper eine Gänsehaut. Ich höre Lucas tief durchatmen, was mich etwas ablenkt. »Wenn wir das herausfinden, können wir das in Zukunft vielleicht ganz verhindern. «
»Und was ist, wenn es keinen Auslöser gibt? Wenn ich einfach nur einen Knall habe und das alles nur Zufall ist? « Noch immer hält er mich in seinen Armen. Vorsichtig hebe ich den Kopf, sehe zu ihm auf und sehe wie er seinen schüttelt. »Du bist traumatisiert. Du hast keinen Knall, dass hätte jedem passieren können. Am besten wir denken erst mal nicht darüber nach, sonst wird es nur noch schlimmer als es schon ist. « Ich schmiege meinen Kopf an seine Brust und nicke leicht. Unter seinen Muskeln, unter seinem Fleisch, höre ich sein Herz schlagen. Der gleichmäßige Beat beruhigt mich etwas und ich fühle, wie mein Körper wieder etwas zur Ruhe kommt. Langsam beginnt er mich wieder hin und her zu wiegen. Wir verharren so eine ganze Weile. Schweigend. Bis ich den Mut finde wieder etwas zu sagen. »Luke …? « Er sieht zu mir runter und sieht mich fragend an.
»Das war nicht das erste Mal. «, gebe ich zu und senke beschämt den Blick. Es dauert nicht lange bis ich eine Antwort kriege. »Wie darf ich das jetzt verstehen? Du hattest… Wann? Und wieso hast du mir das nicht gesagt? « Zu meiner Überraschung bleibt er sehr ruhig, was mir Mut macht, also beschließe ich es ihm zu erzählen, jedoch schaffe ich es immer noch nicht zu ihm auf zu sehen.
»Schon ein paar Mal. Das letzte Mal vor zwei Wochen, als ich die erste Nacht bei dir war.« Ich atme einmal tief durch ehe ich weiter rede, dann setze ich wieder an. »Ich hab es dir nicht gesagt weil ich dich nicht damit belasten wollte und weil es noch nicht so schlimm war. « Eine Weile lang sagt er gar nichts. Ich habe schon Angst, dass er gar nichts mehr sagt, dass er wütend ist, doch dann höre ich endlich wieder seine Stimme. »Dann stehen wir also wieder bei null. Wenn du es mir gesagt hättest, hätten wir eine Lösung finden können. « Ich stöhne laut auf. Er und seine Lösungen. Es gibt keine Lösungen, nicht für mich. Das habe ich schon lange aufgegeben. »Was denn für eine Lösung? Es gibt keine. « Ich höre mich etwa genauso nieder geschlagen an, wie ich aussehe und das hat etwas zu heißen. »Halte dich fern von ihm, dann wird es schon klappen. « Ich bin so verwirrt über seine Äußerung das ich gar nicht weiß wohin mit meinen Gedanken. Was meint er damit? Endlich sehe ich doch zu ihm auf und in meinem Gesicht kann man die Verwirrung deutlich ablesen. »Von wem fernhalten? « Ich höre wie er verächtlich schnaubt. Wo ist der weiche, fürsorgliche Lucas hin, der mich eben noch gehalten hat? »Nicht so wichtig, du wirst eh nicht auf mich hören. « Meine Gehirnzellen fangen an zu arbeiten. Ich höre es förmlich in meinem Kopf rattern und es dauert auch nicht lange bis ich darauf komme. Meine Augen weiten sich etwas. »Du denkst Raze ist der Grund. «
Die Erkenntnis übertrollt mich. Natürlich denkt er das. Er gibt Raze schließlich für alles die Schuld. Ja ich und Raze haben momentan nicht grade das beste Verhältnis, aber deswegen lebt doch meine Vergangenheit nicht gleich wieder auf. Oder? Langsam fange ich selber an zu zweifeln.
Lucas sieht mir in die Augen und schüttelt den Kopf. »Falsch. Ich weiß es. « Ich runzle skeptisch die Stirn. Nein, das kann einfach nicht stimmen. So einfach kann das alles nicht sein und was hat Raze überhaupt mit meiner Vergangenheit zu tun? Nichts. »Was redest du denn da für einen Stuss? Warum sollte er der Grund sein? Ich hatte die Träume doch schon bevor ich ihn kennen gelernt habe, Luke. « Schon bevor ich es ausgesprochen habe, weiß ich, dass es keinen Sinn macht. Er wird immer glauben dass er der Grund ist. Er kann ihn nicht leiden und folglich ist er Schuld an allem. An der Klimaerwärmung, an den Naturkatastrophen, an der Hungersnot in Afrika. Ich werde ihn nie davon überzeugen können das Raze im Grunde ein guter Mensch ist, dafür ist er viel zu verbissen. Lucas nickt leicht, was mich wirklich überrascht, da das ein Zeichen dafür ist, das er mir wenigstens halbwegs zustimmt. »Okay, da hast du recht, aber bevor du ihn kennengelernt hast war das mit deinen Träumen weg. Davor hattest du lange keine Anfälle mehr. Du triffst ihn und es geht wieder los und es wird schlimmer. « Ich höre ihn tief durchatmen, ehe er weiter spricht. »Vor zwei Wochen hast du ihn gesehen und hattest einen Rückfall. Heute: du hast ihn gesehen… und was ist jetzt? « Er sieht mich vielsagend an. Auch wenn seine Argumentation sehr eindeutig ist, will ich es einfach nicht glauben. Nein, Raze ist nicht schuld daran. Niemand kann etwas dafür dass ich so gestört im Kopf bin. Das ist allein mein Verdienst. »Und wieso sollte er mich auf so eine Art beeinflussen? Er hat doch gar nichts mit meiner Vergangenheit zu tun. «, halte ich dagegen und hoffe das das Grund genug ist, Lucas von seinem Weg ab zu bringen, doch er sieht mir weiterhin tief in die Augen. »Weil du eine harte Nuss warst. Du hast nichts und niemanden an dich ran gelassen, du hattest eine Mauer um deine Vergangenheit errichtet und kaum das du ihn kennst hast du deine Fassade abgelegt und dich ihm geöffnet. « Er macht eine kleine Pause. Wahrscheinlich um sich zu sammeln, redet dann aber weiter. »Dazu kommt das er dich oft verletzt hat und du somit unfreiwillig ein wenig an die Zeit zurück erinnert wurdest wo alles nur von Schmerz erfüllt war. Also ist er Schuld. « Ich lasse seine Worte auf mich wirken, denke über sie nach. »Manchmal wünschte ich, ich wäre noch heute so. Unzerstörbar, Unerreichbar. Ich will nicht mehr so verletzlich sein, für niemanden und auch nicht wegen jemanden. « In diesem Moment weiß ich, das Lucas Recht hat. Raze macht mich verletzlich, zu verletzlich. Er macht mich zu jemand anderen, zu jemanden der wie ein Häufchen Elend in den Armen ihren Freundes liegt und weint, weil sie nicht mit ihrer Vergangenheit klar kommt. Wieder fange ich an zu weinen, ohne dass ich es kontrollieren könnte. Er nimmt mich fester in den Arm und drückt mich an sich. »Sag mir wie ich dir helfen kann und ich tue es. « Ohne es wirklich zu wollen entfährt mir ein bitteres Lachen. »Man kann mir nicht helfen, ich bin nicht mehr zu retten. « Ich spüre wie er mit einen Kuss auf die Stirn setzt und schließe die Augen. Sofort bin ich ruhiger.
»Wir schaffen das schon. «, redet er mir gut zu. Und ich weiß, dass er das wirklich glaubt. Er hofft immer noch dass ich eines Tages normal sein werde. Ich jedoch weiß, dass das nie passieren wird. Es wird immer meine Vergangenheit geben und sie wird auch immer ein Teil von mir sein, wie sehr ich mir auch wünschte es wäre nicht so. »Ich hoffe es. «, sage ich nur dazu, denn ich habe nicht vor ihm die Illusion zu rauben, jedenfalls noch nicht. Ich höre wie er laut gähnt. Wie von selbst sehe ich auf die Uhr, unter dem Fernseher. Es ist drei Uhr morgens. Wie lange sitzen wir jetzt schon so? Eine Stunde? Vielleicht mehr? »Tut mir leid, ich halte dich vom Schlafen ab. « Langsam beginne ich mich von ihm los zu machen, auch wenn mein Körper sich dagegen sträubt, doch Lucas lässt mich nicht los. Er hat seine Arme wie einen Schraubstock um mich geschlungen und macht nicht den Anschein, das er je wieder vor hat mich los zu lassen. »Nein tust du nicht. Ich konnte noch nie schlafen wenn ich Kopfschmerzen habe. « Kopfschmerzen? Wahrscheinlich wegen der Armlehne gegen die er geknallt ist. Auf einmal finde ich es gar nicht mehr lustig. Trotz seines Wiederspruchs mache ich mich von ihm los, stehe auf, nehme seine Hand und ziehe ihn vom Sofa hoch. Mit einem verlegenen Lächeln sehe ich ihn an und ziehe ihn dann mit ins Schlafzimmer, in das er ohne wiederrede mit kommt. Dort angekommen lasse ich ihn los und beginne mich aus meinen Sachen zu schälen. Meine Glieder fühlen sich bei jeder Bewegung steif und schwer an. Ich schiebe es auf das harte Sofa, auf dem ich geschlafen habe und lege mich dann, nur mit Unterwäsche bekleidet ins Bett. Ich ziehe die Decke über mich, klopfe auf die noch leere Seite neben mir und sehe zu dem ebenfalls bis auf die Boxer ausgezogenen Lucas. »Komm, ich bin auch hundemüde. « Er lächelt mich ruhig an und schlüpft dann ebenfalls unter die Decke. Ich sehe wie er sich zu mir dreht und einen Arm zu einer einladenden Geste hoch nimmt, samt Decke. Ich nehme die Einladung dankend an, schiebe mich zu ihm und lege meinen Kopf auf seine Schulter. Sofort schließe ich die Augen. Seine Wärme zieht auch durch meinen Körper und lässt ihn mehr entspannen. »Ich liebe dich. «, höre ich mich sagen und kuschle mich mehr an ihn. Er legt einen Arm um mich und erwidert mein Gesagtes, ohne zu zögern. Ein letztes Mal küsst er mich auf die Stirn, dann ist er eingeschlafen und ich folge ihm dicht darauf.
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