Das Blut der Unsterblichen

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 Kapitel 7 - Rummel

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AutorNachricht
Luzifer McCanly
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BeitragThema: Kapitel 7 - Rummel    Mo Aug 13, 2012 7:33 pm

Kapitel 7 - Rummel

Ich sehe auf die Uhr, die an der Wand des Pubs hängt. Es ist fast um
zwölf. Ich seufze und widme mich wieder meiner Arbeit. Es dauert nicht
lange bis ich höre, dass die Tür auf geht und Raze´ Geruch den Raum
erfüllt. Er kommt direkt zu mir und setzt sich an die Bar. »Hey. «,
begrüßt er mich und ich kann sehen das er lächeln, als ich kurz zu ihm
aufsehe. Ich lächle zurück. Es kann nicht schaden ein bisschen nett zu
sein, schließlich muss ich ihm noch gestehen, dass Lucas mit kommt. Ich
stelle das Glas, was ich grade in der Hand habe weg und beuge mich etwas
zu ihm rüber. »Hey. Du ich muss dir was gestehen. «, fange ich an und
sehe ihm tief in die Augen. Er sieht mich fragend an und wartet
gespannt. »Und was? «
»Wir werden heute nicht alleine sein. «, taste ich mich vorsichtig ran. Ich will ihn nicht überfordern.
Nun
hat er die Stirn gerunzelt. »Nicht? Wer kommt denn noch mit? « Ich
halte es nicht als Ratsam zu sagen, dass ich ihn überreden musste, also
lüge ich drauf los. »Ein Freund von mir. Als er hörte was ich heute vor
habe wollte er unbedingt mit. «
»Okay. « Ich bin überrascht dass er
nicht protestiert. Vielleicht hat er endlich mal seine Medikamente
genommen. Ich lache in Gedanken.
»Ist okay, ja? «, frage ich der
Höflichkeitshalber, würde aber nichts anderes gelten lassen als eine
Zustimmung. Er lächelt und bestätigt das noch einmal.
Kurz darauf
taucht schon Lucas im Pub auf. Ohne darüber nach zu denken, muss ich
sofort meinen Blick auf ihn richten. Er lächelt mich an und ich widere
es. Er kommt auf mich zu und küsst er mich kurz. Ich lasse mich küssen
und richte mich etwas auf. Ich deute auf Lucas und sehe auf Raze und
stelle die beiden sich Gegenseitig vor. »Das ist Lucas. «, dann mache
ich es umgekehrt und deute auf Raze. »Und das ist Raze. « Raze sagt
nichts, guckt Lucas nur an als ich auf ihn deute. Auch Lucas bringt nur
ein »Aha. «, zustande. Beide machen keinen Hehl draus, dass sie sich
jetzt schon nicht leiden können. Das wird also ein vielversprechender
Tag heute. Alleine an den Gedanken mit den beiden irgendwohin zu gehen
könnte ich kotzen. Sie werden die ganze Zeit nichts sagen, oder noch
schlimmer, sich streiten. Ich hoffe einfach nur das sie sich zusammen
reißen, denn nach wie vor will ich immer noch nicht alleine mit Raze
sein und bin froh das Lucas mit kommt.
»Können wir jetzt los? «,
fragt Lucas schließlich und sieht mich fragend und ungeduldig zu gleich
an. An seinem Blick erkenne ich, dass er es genauso schnell hinter sich
bringen will wie ich. Ich nicke, nehme meine Jacke die hinter der Bar an
einem Harken hängt und gehe um den Tresen rum, zu den beiden. »Ja. «
Ich stehe da und warte dass auch Raze sein Okay gibt. Auch er steht auf.
»Ja klar, auf geht’s. «, bestätigt er. Ich drehe mich um und gehe mit
den beiden los.

Wir kommen an. Den ganzen Weg über haben wir uns
angeschwiegen. So langsam finde ich es nicht mehr so toll Lucas
mitgenommen zu haben, so wäre es wenigstens nicht so peinlich still. Ich
bleibe stehen und sehe mich um. Es ist helllichter Tag, aber trotzdem
wirken die ganzen Lichter fantastisch, aber vielleicht geht es auch nur
mir so, weil ich noch nie auf einen Rummel war, geschweige denn einer
Sache dem das hier nahe kommt. Es ist wundervoll. Die Karussells. Der
Duft von Zuckerwatte. Ich kann spüren wie mein Herz vor Freude in die
Luft springt, vor Erwartung. Ja, ich bin keine zehn mehr, aber ich hatte
schließlich auch nie ein Leben als zehnjährige. Ich konnte es nie
genießen. Was also ist falsch daran es jetzt zu tun? Ich merke wie ein
Arm um meine Schultern gelegt wird. Ich sehe auf und sehe Lucas. Er
sieht sich ebenfalls um, sieht aber nicht grade begeistert aus. Ich
drehe mich zu Raze um und deute auf das Riesenrad. Es war seine Idee her
zukommen, also macht er den Rummelführer, beschließe ich für mich.
»Können wir zuerst damit fahren? «, frage ich ihn. Ich kann es nicht
abwarten in einer der Gondeln zu steigen und mit ihr hoch zu fahren um
dort den ganzen Rummel zu überblicken. Er sieht kurz zum Riesenrad und
nickt wie benommen und sieht mich dann an. »Ja klar. « Ich lächle, nehme
Lucas Hand und ziehe ihn zum Riesenrad. Raze kommt uns ohne noch etwas
zu sagen nach. Ich bin schnell dort und setze mich in die erstbeste
Gondel. Lucas ist direkt hinter mir, doch auf einmal setzt sich Raze
neben mich. Es ist mir egal, denn ich beachte die beiden kaum, sehe mich
nur um und beobachte gespannt das Geschehen. Lucas hat sich inzwischen
gegen über von mir gesetzt. Es ertönt ein schrilles Signal, ich vermute
es ist dafür da um den Fahrgästen zu sagen das es gleich losgeht. Auf
einmal kommt eine weitere Person in unsere Gondel. Ich sehe auf. Es ist
eine Frau, mit massigem Übergewicht. Sie setzt sich neben Lucas, der
jetzt kaum noch platzt hat. Pro Bank sind eigentlich zwei Personen
vorgesehen, aber diese Frau alleine nimmt schon fast beide Plätze ein.
Lucas wird gegen die Bande gedrückt und sitzt nun Seite an Seite mit
dieser Frau. Ich sehe ihn mitleidig an. Er hat das Gesicht angewidert
verzogen und versucht ihr irgendwie auszuweichen, jedoch ohne Erfolg.
Ich wende mich dann aber wieder dem Rummel zu, denn ich kann eh nichts
für ihn tun. Raze fängt an zu lachen, ich nehme an wegen der Situation
in der Lucas grade steckt, versucht es aber mit einem Husten zu
übertünchen. Ich drehe mich zu ihm um, sehe ihn strafend an und ramme
ihm einen Ellenbogen in die Seite. Er zuckt zusammen.
Die Gondel
setzt sich jetzt endlich in Bewegung und steigt höher. Ich sehe
aufgeregt raus und kann es jetzt schon nicht erwarten ganz oben zu sein.
Lucas gibt keinen Mucks von sich. Sitzt einfach nur da und versucht das
ganze heil zu überstehen. Ich sehe kurz zu Raze und lächle ihn an.
Allmählich fange ich an ihn zu mögen, stelle ich überrascht fest.
Allerdings weiß ich nicht warum. Gestern fand ich ihn noch dreist und
nervig und jetzt auf einmal, ich weiß auch nicht. Er sieht nach unten
auf meine Schuhe, sieht mich selber aber nicht an. Ich runzle die Stirn
und sehe ebenfalls nach unten, mustere meine Schuhe und versuche raus zu
kriegen auf was sieht. »Ist was nicht in Ordnung? « frage ich
schließlich als ich nichts gefunden habe. Er nickt kurz und sieht mich
dann doch an. »Ich habe mich nur gefragt ob du die von Zalando hast. «
Ich sehe ihn verwirrt an. »Was ist denn Zalando? «, will ich wissen.
Noch nie in meinem Leben habe ich davon gehört, oder habe eine Ahnung
was das sein könnte. Er lächelt leicht. »Also nicht. «, schließt er aus
meiner Reaktion und erklärt es mir dann: »Zalando ist ein Online-Shop,
da kann man Klamotten bestellen. « Dann sieht er wieder nach unten.
Ich
sehe kurz noch mal auf meine Schuhe. »Achso. Ich bin nicht so der
Shoppingtyp und erst recht kein Bestelltyp. Ich bin eher ein
Gelegenheitskäufer. « Er nickt und atmet tief durch. Etwas scheint mit
ihm nicht zu stimmen, stelle ich fest. »Puh, und ich hatte schon Angst,
dass du wie die anderen Frauen absolut shoppingsüchtig bist. « Er hebt
kurz den Kopf und lächelt mich an. Mittlerweile sind wir schon ein
ganzes Stückchen weiter oben. »Ich hätte es besser wissen müssen. «,
sagt er dazu und krallt sich dann regelrecht an der Gondel fest. Ich
kann hören wie er flucht. Sein Atem ist zittrig und schnell. Ich fange
laut an zu lachen. Jetzt schnalle ich endlich was mit ihm los ist. »Hast
du Höhenangst? Warum bist du mit hier rauf gekommen? «, frage ich ihn
immer noch lachend. Lucas meldet sich immer noch nicht zu Wort, was mich
wundert, denn das wäre eine gute Gelegenheit Raze mit dämlichen
Sprüchen zu belagern, aber er sieht nur in der Gegend rum und scheint
nichts von Raze und mir mit zu kriegen. Raze schüttelt den Kopf.
»Nein
hab ich nicht. « Die Gondel ist nun ganz oben und bleibt stehen. Ich
höre wie er leise sagt: »Das darf doch wohl nicht wahr sein. « Die
leichte Panik in seiner Stimme ist gut raus zu hören.
»Na klar hast
du, oder warum klammerst du dich am Rand fest? « Ich sehe ihn neugierig
an und warte auf eine gute Ausrede. Er schüttelt hartnäckig den Kopf.
»Nein. «, dann sieht er runter auf seine Hand. »Ich will gucken ob ich
das Metall verbiegen kann. « Das ist die schlechteste Lüge die ich je
gehört habe. Die Frau neben Lucas bewegt sich auf einmal und die Gondel
fängt an zu schwanken. Raze klammert sich zusätzlich am Sitzt fest. Er
wird leicht grün im Gesicht und ich habe Angst dass er gleich übergibt.
Wieder bewegt sich die Frau. Raze schnauzt sie kurz an und murmelt dann
wieder vor sich hin: »Ich kotz gleich. «
»Soll ich runter rufen und
fragen ob die schneller machen oder so was? «, biete ich ihm an, denn so
langsam tut er mir wirklich leid. Er sieht mich geschockt an. »Noch
schneller? Nein danke. « Ich seufze. »Na schön, dann halt nicht. « Ich
werde ihn ganz sicher nicht zwingen, aber wenn er auf mich kotzt
verprügele ich ihn. Ich wende mich wieder von ihm ab und sehe raus. Von
hier oben kann ich den ganzen Rummel sehen. Es ist wunderbar, sogar noch
schöner, als ich gedacht hatte. Die Gondel setzt sich jetzt wieder in
Bewegung. Ich sehe wieder zu Raze, der sich immer noch festklammert.
»Geht’s wieder? «, frage ich, weiß aber anhand der Farbe seines Gesichtes, dass es nicht so ist.
Er
lächelt leicht. »Na ja, besser als ganz oben fest zu sitzen. « Ich
nicke und sehe mal wieder zu Lucas, der nur still da sitzt. »Wir sind ja
gleich wieder unten. « versuche ich Raze Mut zu machen, sehe aber immer
noch Lucas an. Ich lächle ihn an und sofort erwidert er es. Es dauert
nicht lange, bis wir wieder unten sind. Raze stürmt fast aus der Gondel
und hastet zum nächsten Gebüsch um sich zu übergeben. Ich sehe ihm nach
und stehe langsam auf, gehe zu ihm um ihm eine Hand auf den Rücken zu
legen. Währenddessen drehe ich mich zum Riesenrad um und sehe nach wo
Lucas bleibt. Er kommt schon auf uns zu und lacht, als er Raze sieht. Es
ist das erste Geräusch was ich von ihm höre, seit wir die Gondel
betreten haben. »Na? Spielt Prinzesschens Magen verrückt? «, fragt er
spöttisch.
Raze Zeigt ihm über den Rücken den Mittelfinger und dreht
sich dann um, hat aber immer noch ein etwas grünes Gesicht und murmelt:
»Arschloch. «
Er Beugt sich erneut vor und übergibt sich auf Lucas´
Schuhe, kommt dann hoch und sieht ihn entschuldigend an. »Sorry. « Ich
kann nicht sagen, ob er das nun mit Absicht gemacht hat oder nicht, aber
zuzutrauen wäre es ihm. Lucas stolpert erschrocken zurück und sieht
angewidert auf seine Schuhe. »Alter! «, dann sieht er wütend zu Raze
auf. Ich seufze frustriert, weil ich schon auf den ersten Streit von den
beiden gewartet habe, muss mir aber trotzdem ein Lachen verkneifen.
»Jungs
kriegt euch wieder ein. « versuche ich zu schlichten. Raze richtet sich
wieder auf und wischt sich über den Mund und deutet auf Lucas´ Schuhe.
»Tja, die kannst du dann wohl vergessen. « Jetzt scheint es ihm wirklich
besser zu gehen und der grüne Touch auf seinem Gesicht ist auch
verschwunden. Lucas schubst ihn sichtlich angepisst weg. »Die bezahlst
du mir! «
Raze kommt wegen des Schupses leicht ins Taumeln, fängt
sich aber schnell wieder und schüttelt dann den Kopf. »Ähm nein? Steh
beim nächsten Mal nicht in meiner Kotzbahn, dann passiert so was auch
nicht. « Lucas stößt ihn, angespornt durch seine freche Antwort, ein
weiteres Mal. »Willst du mich verarschen? Zuerst lässt du sie nicht in
Ruhe. « Lucas deutet mit einem Finger auf mich.
»Dann zwingst du sie
sich mit dir zu treffen? Dann tust du ein auf cool, fängst aber an zu
heulen, wenn du nur drei Meter weg vom Boden bist, dann kotzt du meine
Schuhe voll und bezahlst sie noch nicht mal? «, fragt er ungläubig. Ich
sehe dass er kurz davor ist auf Raze los zu gehen, deswegen packe ich
ihm schnell am Arm um ihn zurück zu halten. Auf eine Prügelei habe ich
nämlich gar keine Lust. »Lass es gut sein. «, rede ich auf ihn ein und
sehe ihn eindringlich an. Raze lächelt sichtlich zufrieden. Genau das
wollte er erreichen. »Jeder hat so seine Probleme. « entgegnet er nur
auf das eben gesagte von Lucas. Ich spüre wie Lucas sich anspannt. Er
ignoriert mich und geht einen Schritt auf Raze zu. »Du hast gleich ein
Problem mit MIR. «, droht er ihm. »Luke. « Ich versuche ihm am Arm
zurück zu ziehen. Er reißt sich los und dreht sich zu mir um und schreit
mich fast an.
»Nein! Du wolltest unbedingt dass ich mitkomme, jetzt
bin ich hier. « Er zeigt auf Raze, wie zuvor auf mich. »Er ist ein
Arsch und du hast doch selber gesagt dass er ein Idiot ist. « Ich
versteife mich. Ich hasse es wenn wir uns streiten. »Du hättest ja nicht
mitkommen müssen. «, sage ich mit finsterer Miene.
»Wie denn wenn du
mich mit seinen großen blauen Augen ansiehst? « Man sieht dass er
wütend ist und zwar auf mich. Ich weiß nicht was ich gemacht habe. Ist
es so falsch, dass ich nicht will, dass sich die beiden prügeln? »Warum
hast du nicht einfach nein gesagt? «
Mir reicht es jetzt. »Hör auf mich an zu schreien. «, schreie ich zurück.
Ich deute auf Raze, der sich inzwischen ein paar Meter weiter weg auf eine Bank gesetzt hat.
»Dann
geh doch einfach. Ist mir egal. « Lucas tippt sich mit dem Finger gegen
die Stirn und zeigt mir einen Vogel. »Damit du mit dem da alleine bist?
Wohl kaum! Sobald ihr alleine seid reißt er dir die Klamotten vom Leib.
Der will dich doch nur flachlegen. Siehst du überhaupt wie er dich
ansieht? Als wäre er ein Hund und du ein Stück Fleisch. «
»Selbst
wenn, das geht dich nichts an. «, stelle ich klar. Natürlich habe ich
mitbekommen wie Raze mich ansieht. Aber so sehen mich alle an, das ist
nichts Neues für mich. Ich drehe mich um und sehe mich nach einer
Fluchmöglichkeit um. Ich sehe das Gruselkabinett. Das ist es. Ich gehe
schnellen Schrittes darauf zu und achte dabei nicht auf die anderen
beiden. Es ist mir egal ob sie mir folgen oder nicht. Ich verschwinde
hinter der Eingangstür des Kabinettes und alles um mich rum wird dunkel.
Es dauert aber nicht lange und meine Augen haben sich daran gewöhnt.
Ich laufe einen Gang lang. Überall sind komische Geräusche und Staturen
die wohl gruselig wirken sollen. Ich würde anfangen zu lachen, wenn ich
nicht so schlecht drauf wäre. Ich kann spüren wie Lucas mir folgt, aber
auf Abstand bleibt und das ist mir nur Recht. Ich will jetzt nicht mit
ihm reden. Raze kommt mir ebenfalls nach und läuft dann auf einmal neben
mir. Er hat Lucas überholt. »Alles klar? «, fragt er leicht besorgt.
Ich drehe mich kurz zu ihm um, sehe dann aber wieder grade aus und zucke
mit den Schultern. »Es geht. « Ich habe nicht wirklich Lust zum Reden.
»Tut mir leid. «
»Was tut dir leid? «, will ich wissen und sehe ihn
immer noch nicht an. Ich sehe aus dem Augenwinkel, dass er den Kopf
senkt. »Das ihr euch gestritten habt. Ich hätte ihm nicht auf die Schuhe
kotzen sollen. « Das ergibt für mich keinen Sinn. »Bitte. «, fange ich
im verächtlichen Ton an.
»Ich hasse nichts mehr, als das man sich
für etwas entschuldigt für das man nichts kann. Ich hätte ihn einfach
nicht mitbringen dürfen. Ich habe schon geahnt dass das passieren
könnte. «
»Ich kann verstehen dass du ihn mitgenommen hast. «,
versucht er mich zu verteidigen, oder besser meine Entscheidung. »Ich
meine, wenn mich ein Verrückter stalken würde und dann mehr oder weniger
zwingen würde mit auf einen Rummel zu gehen-. Ich wäre dann auch nicht
allein gekommen. «, bringt er zu ende. Ich sehe von der Seite her zu ihm
rüber und kann nicht anders als kurz zu lächeln, dann seufze ich. »Nein
tut mir leid. Ich weiß das du kein schlechter Mensch bist, oder ehr
Wolf. «, sage ich nun etwas versöhnlicher. Jetzt bin ich nicht mehr ganz
so schlecht drauf. Raze hat eine beruhigende Wirkung auf mich, ob es
mir nun gefällt oder nicht. Er lächelt. »Ich habe kein Problem mit
Menschen verglichen zu werden. Ich bin schließlich nur einmal im Monat
ein Wolf. «
Ich kann förmlich spüren das er mit dem was er ist nicht
zufrieden ist. Ein Werwolf. Ich kann es verstehen, auch wenn ich nicht
so empfinde. Wegen vielem hasse ich mein Leben, aber nicht weil ich ein
Lykanthrop bin, im Gegenteil. Das ist es was mir Kraft gibt, das Einzige
weshalb ich noch lebe.
»Gut dann Mensch. «, korrigiere ich mich.
Auf
einmal kommt aus der Wand ein Kopf geschossen und ein grässliches
Kreischen ertönt. Ich bin nicht darauf vorbereitet und erschrecke mich
tierisch, zucke zusammen und kreische auf. Aus einem Instinkt heraus
presse ich mich flach an die Wand und starre den Kopf an. Er steckt an
einem Stab, der aus einem Loch aus der Wand ragt. Ein Männerkopf, voll
mit künstlichem Blut, schmerzverzerrt. Mein Herz rast, noch immer sehe
ich den Kopf an. Ich höre das Lachen von Raze. »Willkommen im
Gruselkabinett. « Er ist nah bei mir, das spüre ich, aber ich sehe ihn
nicht an. Ich kann nicht anders als auf den Kopf zu starren. Mein Puls
erhöht. Ein Bild. In meinem Kopf. Ein Teddy und ein Mann mit einem
Grinsen und Blut im Gesicht. Diesmal echtes Blut, dann nur noch Schwärze
um mich.
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